Herbstlese(n) 2026

Geschichte, Kultur, Kunst und Kreativität, Länder, Kulturen und Sprachen

Mit Michal Ajvaz und Jan Švankmajer fantastische Welten entdecken

Lernen Sie am 10. November Michal Ajvaz, einen der originellsten Autoren der zeitgenössischen tschechischen Literatur, und seine deutsche Übersetzerin, Veronika Siska, kennen. Durch die Lesung und Diskussion des Romans Die andere Stadt/Druhé město werden Sie in ein anderes, phantastisches Prag geführt. Die andere Stadt gilt als eine faszinierende Mischung aus philosophischer Tiefe, surrealer Erzählkunst, abenteuerlicher Fabulierlust, skurrilem Witz und kafkaesker Odyssee. Herzliche Einladung zu einem anregenden Abend!

Am 12. November setzen wir die phantastische Reise mit der von Jan Švankmajer preisgezeichneten Stop-Motion-Animation fort, bei der er die Grenzen des realistischen Films überwindet und das Unvorstellbare visualisiert.

Keine Anmeldung erforderlich, kommen Sie gerne einfach vorbei.

Mitwirkende
Autor
Michail Ajvaz
wurde 1949 in Prag geboren. Er ist Philosoph und Schriftsteller und schreibt Lyrik, Prosa, Essays sowie philosophische Schriften. Von 1967 bis 1974 studierte er Tschechisch und Ästhetik an der Karlsuniversität in Prag und promovierte dort 1977 über Richard Weiner und Karel Čapek. Während des kommunistischen Regimes zog er sich in eine "innere Emigration" zurück, schrieb ohne Aussicht auf Veröffentlichung und arbeitete als Hausmeister, Nachtwächter und Pumpenwart. Seit 1994 ist er freischaffender Autor, 1996 bis 1999 war er als Redakteur der Literární noviny [Literaturzeitung] tätig. Seit 2003 ist er im Zentrum für theoretische Studien der Akademie der Wissenschaften und der Karls-Universität angestellt.
Seine Gedichte, Erzählungen, Romane, Essays und theoretischen Studien wurden bislang in 24 Sprachen übersetzt. Auf Deutsch erscheint sein umfangreiches Prosawerk im Allee Verlag.
Michal Ajvaz ist Träger des tschechischen Staatspreises für Literatur (2020), des Prix Utopiales (2015), des Magnesia-Litera-Preises (2012) sowie des Jaroslav-Seifert-Preises (2005).
Mitwirkende
Veronika Siska
wurde 1976 in Prag geboren und kam als Kind mit ihren Eltern nach München, wo sie zweisprachig aufwuchs. Nach ihrem Studium der französischen Sprache und Kultur an der Sorbonne sowie der Germanistik und Slawistik in München und Prag arbeitete sie viele Jahre als Lexikonredakteurin. Seit 2000 lektoriert und übersetzt sie, ins Deutsche übertrug sie Texte unter anderem von Michal Ajvaz, Bianca Bellová und Iva Pekárková.
Seit 2020 ist sie zudem als Kulturvermittlerin aktiv. Bereits 2019 verantwortete sie gemeinsam mit Julia Miesenböck den Tschechien-Schwerpunkt der Zeitschrift LICHTUNGEN (H. 157). Zusammen mit Michael Stavarič gestaltet sie seit 2020 die Reihe "Tschechische Literatur zu Gast" im Rahmen des Hausacher LeseLenzes. In München entwickelte sie außerdem 2022 die Lesereihe "Junge weibliche Stimmen aus Tschechien" sowie 2023 die Lesereihe "Sense of Place. Besondere Texte an besonderen Orten" (zusammen mit Hana Hadas).
Mitveranstalter

Herbstlese(n) 2026 findet statt in Kooperation mit Bohemicum - Center for Czech Studies der Universität Regensburg und wird gefördert von der Regensburger Universitätsstiftung PRO ARTE.

Termin
Termin(e)
Termin: Dienstag, 10.11.2026 um 19.00 Uhr
Ort
Veranstaltungsort
Evangelisches Bildungswerk Regensburg, Am Ölberg 2, 93047 Regensburg
Preise
Preis(e)
Eintritt frei
Eigenschaften
Veranstaltungsform
Präsenz
Anmeldestatus
aktiv
© Bohemicum - Center for Czech Studies
© Regensburger Universitätsstiftung PRO ARTE