Die Kinderärzte und die Verbrechen an Kindern in der NS-Zeit
Geschichte, Kultur, Kunst und Kreativität, Gesellschaft und Umwelt
Begleitveranstaltung zur Ausstellung "Im Gedenken der Kinder"
Menschen mit Entwicklungsstörungen und Fehlbildungen sind seit Menschengedenken immer wieder als Belastung angesehen worden. Befördert durch den aufkommenden Rassismus seit Mitte des 19. Jahrhunderts wurden sie im Rahmen der nationalsozialistischen Ideologie zunehmend als "lebensunwert" bezeichnet. Bereits 1933 wurden die Erbgesundheitsgesetze mit der Möglichkeit der Zwangssterilisation erlassen. Ab 1939 wurden in Deutschland ca. 10.000 Kinder und Jugendliche zuerst im Rahmen der T4-Aktion und nach 1941 durch Einzelaktionen mittels Hungerkost und Medikamentengaben ermordet. Die Ausstellung "Im Gedenken der Kinder" weist besonders auf die Verantwortung der damals verantwortlichen Kinderärzte hin. Begleitend zur Ausstellung wird uns Prof. Dr. Hans Michael Straßburg mehr über die Situation der betroffenen Kinder und Jugendlichen berichten, Franka Rößner MA und Prof. Dr. Michael Boßle werden außerdem Opfer aus Regensburg in den Fokus rücken. Im Anschluss möchten wir mit den Referierenden ins Gespräch kommen – herzliche Einladung dazu!
Keine Anmeldung erforderlich, kommen Sie gerne einfach vorbei!
Anlässlich der Abendveranstaltung wird die Ausstellung "Im Gedenken der Kinder" zuvor geöffnet sein: ab 17 Uhr in der Galerie St. Klara, Kapuzinergasse 11, 93047 Regensburg.
| Mitwirkende |
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Referent
Prof. Dr. Michael Boßle
ist Professor für Pflegepädagogik an der TH Deggendorf und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema „Krankenmorde in der NS-Zeit“. |
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Referentin
Franka Rößner
studierte Ethnologie und Neuere Geschichte in Tübingen und arbeitete von 2005 bis 2021 als wissenschaftliche und pädagogische Mitarbeiterin der Gedenkstätte Grafeneck. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Kirchen im Nationalsozialismus, Innere Mission (Diakonie) im Nationalsozialismus und die Recherche von Opferbiographien. Aktuell wirkt sie mit am Bayerischen Gedenkbuch und ist Koordinatorin des Projekts „Barrierefreie Gedenkstätte“, das Menschen mit kognitiven Einschränkungen den Zugang zu historisch-politischer Bildung ermöglicht. |
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Referent
Prof. i.R. Dr. med. Hans Michael Straßburg
war von 1991 bis 2011 Professor für Neuropädiatrie und Sozialpädiatrie an der Univ.-Kinderklinik und Leiter des Sozialpädiatrischen Zentrums „Frühdiagnosezentrum“ in Würzburg. Er wirkte als Vorstandsmitglied in der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin von 2002 bis 2012 und in der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin von 2009 bis 2016. Er ist Ehrenmitglied der Gesellschaft für Neuropädiatrie und Mitglied der Historischen Kommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin. |
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Moderator
Dr. Carsten Lenk
ist Kulturwissenschaftler und Geschäftsführer des Evangelischen Bildungswerks Regensburg. |
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Mitveranstalter
Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) e.V., Stadt Regensburg – Stabsstelle Gedenk- und Erinnerungsarbeit sowie Extremismusprävention, Lehrstuhl und Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Universität Regensburg, Stiftung Kinder-Universitätsklinik für Ostbayern – KUNO, Katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e.V. |
| Termin |
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Termin(e)
Di 02.12.2025, 19.00 Uhr
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| Ort |
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Veranstaltungsort
Evangelisches Bildungswerk, Am Ölberg 2, 93047 Regensburg
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| Eigenschaften |
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Barrierefreiheit
Aufzug ausreichend für Rollstühle und Rollatoren Barrierefreie Toilette Gang- und Türbreiten ausreichend für Rollstühle und Rollatoren Rampe bzw. stufenloser Zugang zu den Räumlichkeiten |
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Veranstaltungsform
Präsenz
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Anmeldestatus
aktiv
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| Einordnung |
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Themenbereich
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Veranstaltungstyp
Einzelveranstaltung
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