Demokratie unter Druck?

Gesellschaft und Umwelt, Länder, Kulturen und Sprachen

Eine deutsch-ukrainische Diskussionsrunde anlässlich des 30-jährigen Verfassungsjubiläums der Ukraine

Überall auf dem Globus scheint die Demokratie zu erodieren, zumindest in der Defensive zu sein: im sogenannten Westen ebenso wie im Globalen Süden, und im Osten "sowieso". Grund genug, einmal genauer hinzusehen.
Anlässlich des 30. Jahrestags der ukrainischen Verfassung diskutieren wir über den Stand der Demokratie in der Ukraine. Auf die Unabhängigkeit folgte zunächst das "verlorene Jahrzehnt". Im neuen Jahrtausend bewirkte eine in der postsowjetischen Welt beispiellose Aktivierung der Zivilgesellschaft - Stichwort "Majdan" - eine Demokratisierung vieler Lebensbereiche, was im benachbarten Russland als so bedrohlich empfunden wurde, dass es einen Krieg gegen die Ukraine lostrat. Der Krieg setzt die ukrainische Demokratie unter Druck, etwa indem er Wahlen und Referenden unmöglich macht. Andererseits reagieren Gesellschaft und Staat mit ungeahnter Resilienz auf die Bedrohung. Kontrastiv betrachten wir auch die Entwicklung in Deutschland. Seine Geschichte weist einerseits lange demokratische Traditionen auf, andererseits aber auch fundamentale Brüche. Seit einigen Jahren stehen Demokratie und Zivilgesellschaftlichkeit in Deutschland unter einem Druck, der vor ein paar Jahren noch als unvorstellbar erschienen wäre.

Zusätzlicher Veranstaltungshinweis:
Ebenfalls am 15.07. findet von 14 bis 15 Uhr ein Vortrag zum Thema "Mehr als Nachrichten: Die Herausforderungen der Presse im Krieg" statt. Besucht werden kann dieser am Institut für Ostrecht an der Universität Regensburg, Landshuter Straße 4. Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: https://www.ostrecht.de/mehr-als-nachrichten-die-herausforderungen-der-presse-im-krieg/

Keine Anmeldung erforderlich, kommen Sie gerne einfach vorbei! Der Eintritt ist frei.

Mitwirkende
Mitwirkender
Prof. Dr. Roman Melnyk
(Ukraine), derzeit Maquet Narikbayev Universität, Astana
Mitwirkende
Darja Meshcherjakova
(Ukraine), European Pravda und POLITICO, Kyjiw
Mitwirkender
Prof. Dr. Alexander Tischbirek
(Deutschland), Universität Regensburg
Moderation
Prof. Dr. Gerrit Manssen
Universität Regensburg
Moderation
Antje Himmelreich
Institut für Ostrecht an der Universität Regensburg
Mitveranstalter

Institut für Ostrecht an der Universität Regensburg in Kooperation mit Denkraum Ukraine der Universität Regensburg, Evangelisches Bildungswerk Regensburg e.V., Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde e.V., Zweigstelle Regensburg

Termin
Termin(e)
Termin: Mittwoch, 15.07.2026 von 19.00-21.00 Uhr
Ort
Veranstaltungsort
Evangelisches Bildungswerk Regensburg, Am Ölberg 2, 93047 Regensburg
Preise
Preis(e)
Eintritt frei
Eigenschaften
Veranstaltungsform
Präsenz
Anmeldestatus
aktiv